Ayurveda
Gutes und schlechtes Leben;
glückliches und unglückliches Leben;
das, was dem Leben zu-bzw. abträglich ist;
das Maß des Lebens und seiner Komponenten;
und das Leben selbst - wo all dies erklärt wird,
das nennt man Ayurveda.
Caraka Samhita 1.1.41
Ayurveda ist das älteste lebendige Medizinsystem unserer Welt. Die genauen Entstehungsdaten sind schwer feststellbar, da dieses Wissen über Jahrhunderte nur mündlich überliefert wurde. Die ältesten Texte (ca. 900 v. Chr.) stammen u.a. aus der Caraka-Samhita und hier wurde der Ayurveda als die Wissenschaft vom Leben definiert.
Was lehrt uns Ayurveda?
Jeder Mensch kommt mit seiner spezifischen Konstitution auf die Welt. Die universellen Energien, die Elemente Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde manifestieren sich in unterschiedlicher Gewichtung im Menschen. Im Ayurveda werden diese Elemente in drei grundlegenden Kategorien (doshas) unterteilt: Vata (Äther und Luft), Pitta (Feuer und Wasser) und Kapha (Wasser und Erde). Dieses ureigene Muster unserer körperlichen, mentalen und emotionalen Eigenarten und Veranlagungen ergibt unsere Konstitution. Basierend auf den universellen Energien und ihren Wirkungen lehrt uns Ayurveda das Denken in Eigenschaften. So wird es möglich, Symptome zu bewerten und aktiv einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen. Nicht vorrangig die Behandlung von Krankheiten, sondern vor allem das stete Bemühen, das Wohl von Körper, Seele und Geist zu erhalten, findet im Ayurveda grosse Beachtung.
Unsere Umgebung und Lebensumstände, besonders Veränderungen hierin, die Menge und Qualität unserer Nahrung, unsere Gedanken und Gefühle, bringen uns immer wieder aus dem Gleichgewicht. Damit wir uns wieder wohl fühlen, müssen wir unsere Doshas Vata, Pitta und Kapha harmonisieren. Der Ayurveda zeigt uns Wege auf, wie wir wieder ein Bewusstsein für unser Gleichgewicht und für unsere Bedürfnisse gewinnen können, wie wir Lebensenergie tanken, Stress abbauen und somit Verantwortung für uns und unsere Gesundheit übernehmen.





